Glossar der Barrierefreiheits-Compliance
Klar formulierte Definitionen der Begriffe rund um BFSG, European Accessibility Act und WCAG — jeweils mit dem passenden Werkzeug verlinkt.
Eine förmliche Aufforderung, einen Verstoß zu unterlassen. Der zentrale Durchsetzungsweg beim BFSG.
Ein JavaScript-Widget (accessiBe, UserWay…), das die Seite zur Laufzeit umbaut. Marketing-Konformität, keine rechtliche.
Die Open-Source-Engine für Barrierefreiheitstests — in Lighthouse, Chrome DevTools und im WCAGdesk-Scanner.
Eine veröffentlichte Erklärung, wie eine Dienstleistung die Anforderungen erfüllt. Für die meisten Shops Pflicht.
Das deutsche Gesetz zur Umsetzung der EU-Barrierefreiheitsrichtlinie (EAA), in Kraft seit 28. Juni 2025.
Eine etablierte deutsche Methodik zur manuellen Prüfung der Barrierefreiheit, auf Basis von WCAG / EN 301 549.
EU-Richtlinie 2019/882, die Barrierefreiheitsanforderungen für Produkte und Dienstleistungen EU-weit harmonisiert.
Die europäische Barrierefreiheitsnorm. Kapitel 9 verweist auf WCAG und gibt EAA und BFSG eine Konformitätsvermutung.
BFSG/EAA-Ausnahme für Dienstleister mit unter 10 Beschäftigten UND ≤ 2 Mio. € Umsatz. Nur Dienstleistungen, nicht Produkte.
Die Stelle, die das BFSG für Produkte und Dienstleistungen durchsetzt. In Deutschland die MLBF der Länder.
Ein kryptografischer Zeitstempel einer vertrauenswürdigen Stelle als Beleg, dass ein Dokument zu einem Zeitpunkt existierte.
Assistive Software (NVDA, JAWS, VoiceOver, TalkBack), die eine Seite vorliest oder auf eine Braillezeile ausgibt.
Eine strafbewehrte Erklärung, einen Verstoß zu unterlassen — meist von einer Abmahnung verlangt. Modifiziert abgeben.
Ein Standarddokument zur Konformität eines Produkts gegen WCAG / EN 301 549, häufig in der Beschaffung verlangt.
Die W3C-Richtlinien (aktuell 2.2), die definieren, wie Webinhalte barrierefrei werden. Grundlage des EU-Rechts.
Die drei WCAG-Stufen. Das EU-Recht (über EN 301 549) verlangt Stufe A und AA; AAA ist ein Idealziel.